Diskussionsveranstaltung in meinem Wahlkreisbüro aufgrund massiver Störungen abgebrochen

Eine Diskussionsveranstaltung im Wahlkreisbüro von Christin Melcher, Mitglied des Sächsischen Landtags, musste am Abend des 8. Juni aufgrund massiver Störungen vorzeitig abgebrochen werden.

Unter dem Titel „Avantgarde von vorgestern – Autoritäre antiimperialistische Gruppen im Aufwind“ diskutierte Christin Melcher gemeinsam mit dem Leipziger Journalisten und Publizisten Tobias Prüwer über die zunehmende Sichtbarkeit autoritär-kommunistischer Gruppen und deren Einfluss auf politische Debatten, insbesondere in Leipzig und Sachsen.

An der Veranstaltung nahmen rund 70 Personen teil. Bereits zu Beginn zeigte sich jedoch, dass eine Gruppe von etwa 25 Anwesenden nicht an einer sachlichen Diskussion interessiert war und die Veranstaltung gezielt störte. Durch fortlaufende Unterbrechungen und die Verhinderung eines geordneten Austauschs wurde eine inhaltliche Diskussion unmöglich. Aus diesem Grund sah sich Christin Melcher gezwungen, die Veranstaltung vorzeitig abzubrechen.

„Der offene und respektvolle Austausch unterschiedlicher Positionen ist ein Grundpfeiler demokratischer Debattenkultur. Wer Diskussionen gezielt unmöglich macht, verhindert genau diesen notwendigen Austausch“, erklärt Christin Melcher.

Martin Meißner, Co-Sprecher des Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Leipzig ergänzt: „Besonders bedauerlich ist, dass zahlreiche Gäste an diesem Abend gekommen waren, um sich zu informieren, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank für ihre Geduld und Besonnenheit. Ebenso danken wir den vielen Unterstützer*innen vor Ort, die dabei geholfen haben das entstandene Chaos im Veranstaltungsraum wieder zu beseitigen.“

„Ich bedauere ausdrücklich, dass die Ereignisse bei einigen Gästen zu einem Gefühl der Unsicherheit geführt haben könnten. Mein Wahlkreisbüro soll ein Ort des demokratischen Austauschs sein, an dem sich alle Besucher*innen sicher und willkommen fühlen können.“ fügte Christin Melcher hinzu.

Christin Melcher möchte trotz dieses Angriff nicht von dem Thema ablassen:

„Trotz der Vorkommnisse halte ich die Auseinandersetzung mit den im Rahmen der Veranstaltung aufgeworfenen Fragen für wichtig und notwendig. Zahlreiche Solidaritätsbekundungen aus dem linken Lager machen mir noch einmal deutlich, dass Bündnisgrüne nicht als einzige, immer wieder Opfer dieser Gruppierungen werden. Daher prüfen ich und mein Team derzeit, ob die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt in einem geeigneten Rahmen nachgeholt werden kann. Über eine mögliche Neuauflage werden wir rechtzeitig informieren.“

Auch Martin Meißner fragt sich:

„In aktuellen Wahlumfragen liegt die AfD bei 42%, aber hier in Leipzig gibt es linke Gruppen, die ihre Energie lieber darauf verwenden, sich an und Bündnisgrünen, der SPD, Linkspartei und Gewerkschaften abzuarbeiten. Das gleiche haben wir ja bereits bei der Demo gegen das Linxxnet im Januar dieses Jahres gesehen. Ich habe keinerlei Verständnis für dieses Gebaren.“

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